Dienstag, 5. August 2014

Belohnungssysteme in der Grundschule

Da meine neue Klasse sehr unruhig ist, möchte ich gleich zu Beginn folgendes Belohnungssystem einführen, das ich mir bei einer Kollegin abgeschaut habe, bei der es sehr gut funktioniert hat.


Am Anfang der Woche darf sich jedes Kind 5 gelbe Smileys aus der Kiste nehmen. Stört es den Unterricht, muss es ein Kärtchen abgeben. Die Kinder sammeln also Smileys und können diese dann gegen kleine Belohnungen eintauschen: Für 10 gelbe Smileys gibt es einen grünen Smiley oder ein Gummibärchen und für 3 grüne Smileys einen Hausaufgabengutschein. Das System ist quasi ein Selbstläufer ohne großen Aufwand nebenher, was für mich nächstes Jahr besonders wichtig ist. Ich möchte keine zusätzlichen Listen führen müssen, Punkte verteilen oder Fröschen die Zähne schwarz anmalen :)

Mit welchen Belohnungssystemen habt ihr in euren Klassen gute Erfahrungen gesammelt?

Die Smiley-Vorlage könnt ihr hier herunterladen:


Nachtrag: Diese Art des Belohnungssystem nutze ich so nicht mehr. Ich habe mein System 2016 komplett überarbeitet. Wie ich es heute mache könnt ihr hier lesen: KLICK

Kommentare:

  1. Tolle Idee! Werde ich auch ausprobieren!
    WO lagern die Kids aber ihre Smileykarten? Im Federmäppchen oder hast du eine Wand, wo sie hängen und dann entfernt werden?
    LG aus NRW
    Alexa

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    1. Genau, die werden einfach im Federmäppchen aufbewahrt. An die Wand hängen wäre mir schon wieder viel zu aufwändig und auch zu öffentlich.

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  2. Witzig, welche Variationen es da immer gibt! Bei uns bekommen alle Kinder der Klasse am Montag fünf Muggelsteine. Bei Störungen nehme ich und auch alle Fachlehrer bei entsprechender Störung einen Muggelstein weg. Kommentarlos, sonst ist der zweite Stein weg. Die letzte Stunde in der Woche ist die "Schöne Stunde". Da können die Kinder sich dann aussuchen, was sie machen möchten: Freiarbeit, ein Spiel in der Gruppe spielen, malen . . . Das ganze hat allerdings einen Haken: Der Eintritt für diese Stunde kostet einen Muggelstein. Kann ein Kind keinen Eintritt bezahlen, geht es in die Nebenklasse und arbeitet weiter in den Lehrwerken. Und um vorwegzugreifen: Auch auffällige Kinder können am Ende der Woche oft noch Eintritt bezahlen, ihr könnt nicht glauben wie sie auf ihre Steine aufpassen. Und auch "schusselige" Kinder verlegen ihre Steine immer seltener!
    Suse

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    1. Was passiert wenn man am Ende noch 5 Steine übrig hat mit den restlichen 4 Steinen? Wenn ich nur einen Muggelstein Eintritt zahlen muss, kann ich mir ja ausrechnen, dass ich 4x ohne wirkliche Konsequenz stören darf, oder?

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  3. Die Idee gefällt mir. Und wie du bereits beschrieben hast ganz ohne zusätzlichen Listen. Ich mag auch nicht dauernd Listen führen oder was auch immer ausfüllen, ausmalen, durchstreichen. DANKE! myway3

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  4. Ich arbeite bisher ohne positive Verstärker, weil ich eigentlich der Meinung bin (und auch mal mit einer Kollegin drüber gesprochen habe), dass ich erwarten kann, dass sich jeder an die Regeln halten muss und dieses "normale" Verhalten nicht belohnen möchte, sondern voraussetzen kann. Die Kinder sollen sich ja nicht für den Hausaufgabengutschein/ das Gummibärchen (Süßigkeiten wären bei den Eltern meiner Schüler niemals möglich!) an Regeln halten, sondern weil es Bedingung ist, um andere und sich selbst nicht abzulenken. Als Belohnung Hausaufgaben wegzulassen finde ich auch kompliziert, weil ja Hausaufgaben keine Strafe sind und vielleicht das ein oder andere Kind sich nun im Nachteil sieht und die Hausaufgaben verflucht. Hoffe, mein Gedanken- Wirrwarr wird nicht als Kritik empfunden!!! LG, Maite

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    1. Du hast recht, natürlich ist es für UNS Voraussetzung, dass man sich an gewisse Regeln halten muss, aber das sehen einige Kinder halt nicht ganz so.

      Hier darf übrigens auch Kritik geäußert werden :)

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    2. Ich erkläre den Kindern immer, dass das Kind, das die ganze Woche schon gut gelernt hat (und deshalb entsprechend viele Smileys, Sonnen, grüne Punkte, was auch immer gesammelt hat) sich dadurch einen Lernvorsprung erarbeitet hat. Es muss bestimmte Dinge gar nicht mehr in den Hausaufgaben trainieren, weil es im Unterricht konzentriert und störungsfrei trainiert hat. Also kann es die Hausaufgaben auch frei wünschen.
      LG Alexandra

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  5. Liebe Kerstin
    wenn ich den Kindern etwas wegnehme, ist das für mich kein Belohnungssystem.
    Wenn ich für positives Verhalten etwas gebe, dann schon. Ich habe wirklich Mühe mit "sogenannten" Belohnungssystemen.
    Meine Kollegin wollte auch so arbeiten, wir haben uns eine Stelle geteilt. Ich konnte das nicht mittragen, es handelte sich um eine erste Klasse. Denen nehme ich ganz sicherlich nichts weg für falsches Verhalten, aber das ist meine persönliche Meinung.
    Ich wünsch dir viel Glück und ich mag deinen Block sehr!
    Liebe Grüße, Eva

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  6. Ich finde deine Idee gut. In meiner (jetzt 2. Klasse) habe ich Gruppentische und die Gruppen werden am Ende eines jeden Tages mit einem Wettersymbol (Sonne, Sonne/Wolke, Wolke oder Gewitter) bedacht. Am Ende der Woche gab es dann für die Wochengewinner etwas aus meinem Naschkästchen. Sehr oft gewannen alle Kinder :)
    LG Heike

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  7. Ich habe ein ähnliches System, nur dass es am Ende der Woche bei gutem Verhalten einen Drachentaler gibt. Drei dieser Taler können gegen Sticker, zehn Taler gegen einen Hausaufgabengutschein eingelöst werden. Die Hausaufgabengutscheine werden übrigens wie Schätze verwahrt :-) und von den meisten Kindern erst zu besonderen Anlässen eingetauscht, z.B. wenn eine Geburtstagsfeier im Freundes-/Verwandtenkreis oder ein Ausflug ansteht. Manche Kinder finden Hausaufgabengutscheine übrigens auch blöd und sinnlos (da sie Hausaufgaben mögen) und freuen sich stattdessen, wenn sie Sticker "einkaufen" können.
    Liebe Grüße
    Anja123

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  8. Die universelle "Währung" bei mir in der Klasse sind Fleißbildchen; für 10 davon dürfen sich die Kinder einen Gutschein für z.B. ein Spiel mit der ganzen Klasse aussuchen. Sie können sich diese durch 10 Stempel für besonders schöne Einträge, ein Gruppen- und ein Individualbelohnungssystem verdienen.

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  9. Ich arbeite mit Extrazeit. An der Wand hängt eine Tabelle mit einem Feld pro Unterrichtsstunde. Wenn in einer Stunde ein Kind ermahnt wird, wird das entsprechende Feld kommentarlos gestrichen. Wenn kein Kind ermahnt wird, verdient die ganze Klasse für diese Stunde 2 Minuten Extrazeit. Am Ende der Woche wird die Extrazeit der Woche zusammengezählt und in einem Büchlein aufgeschrieben (am Anfang von mir, später von einem gewählten Kind geführt). Im Klassenrat besprechen wir dann immer, ob diese Zeit in der nächsten Woche eingelöst werden soll oder ob die Kinder weitersammeln wollen. Die Kinder können dann die Zeit nutzen für verschiedene Spiele, zum Malen, oder bei schönem Wetter für einen Spielplatzbesuch. An welchem Tag die Extrazeit eingelöst wird, entscheide ich. Als Auflage habe ich aber, das nicht mehr als 2 Stunden am Stück eingelöst werden können :)
    Ich wende diese Methode nun seit 6 Jahren an und bin immernoch sehr zufrieden damit!
    Grüße
    Meg

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    1. Ihre Idee gefällt mir bisher am besten. Belohnung ohne materiellen Einfluss, Stärkung der Teamfähigkeit und Zeit als primäres Ziel. Eine schöne Lehrer/Schüler -Bindung an die man sich später gerne zurückerinnert!

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    2. Diese Idee gemeinsam Zeit zu sparen finde ich toll!! Ich überlege gerade schon, wie genau ich das in der nächsten ersten Klasse von Beginn an einführen kann. Das Buch für die Notizen z.B. sollte vielleicht besonders schön sein.
      Vielen Dank für diese tolle neue Idee!!

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    3. Hallo Meg,

      diese Idee finde ich auch sehr toll. Ich bin "nur" Fachlehrerin in einer 4. Klasse gerade und da ist das mit dem sich an Regeln halten und ermahnen ein großes Thema. Ich möchte eigentlich auch ohne viel Bestrafung und materielle Dinge auskommen und stöbere gerade mal in den tiefen der Belohnungssysteme.
      Vielen Dank für deine tolle Idee!!

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    4. Hallo, ich war im letzten Jahr auch "nur" Fachlehrerin einer 4.Kklasse und habe dort "die 3 goldenen Minuten" eingeführt. Dazu gab es ein goldenes Heft, das von den Schülern geführt wurde. Die Minuten habe ich als Kreise an die Tafel gemalt und bei Störungen kommentarlos weggewischt. Es hat nicht lange gedauert, da haben die Kinder sich selbst darauf hingewiesen und aus einer lauten Klasse wurden fleißige Minutensammler. Am Ende gab es ein Spiel oder eine verlängerte Pause. Probier es aus, bedeutet nicht viel Aufwand. Jede Klasse verhält sich anders, jetzt gerade in meiner 2ten Klasse funktioniert es gar nicht, die Miniten rauschen bereits in den ersten 15 Minuten weg und ich bin auf der Suche nach anderen Möglichkeiten, damit die vergoldete Zeit nicht durch einzelne zerstört wird. Wie geht ihr mit einzelnen Kindern um die immer wieder stören und sich selbst gar nicht kontrollieren können?!
      Beste Grüße

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    5. Nach der zweiten Ermahnung müssen sie ihre Arbeit in der Nachbarklasse erledigen. Funktioniert sehr gut.

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  10. Ich verteile am Anfang des Tages an jedes Kind drei Muggelsteine. Davon nehem ich bei Nichtbeachten der Klassenregeln einen Weg. Hat ein Kind am Ende des Tages ncoh alle Steine, darf es sich ein Gummibärch nehmen. Verliert es hingegen alle Steine, muss es eine kleine Etxra-Hausi machen. Ich habe dieses System jetzt das fünfte Jahr und es funktioniert sehr gut.

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  11. Hej!
    Ich finde die Idee super, da man selber wirklich keinen Aufwand hat. Aber kann es nicht sein, dass gerade die häufig auffälligen Kinder ihre Smileys dann einfach "verlieren"? Diese Kinder haben doch grade das größte Chaos.. und dann "können" sie ja keinen abgeben.. stelle ich mir schwer vor da den Überblick zu behalten. Hast du da Erfahrungen?
    Liebe Grüße,
    Corinna

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    1. Also erfahrungsgemäß hüten die Kinder ihre Smileys wie ihren Augapfel :) Aber du hast recht, man müsste sich noch was überlegen für den Fall, dass ein Kind keinen Smiley mehr hat. Ideen?

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  12. Ich hatte auch mal mit einem ähnlichen System gearbeitet, allerdings war es dann so, dass einige Kinder ihre "Perlen" immer im Fach- oder Nachmittagsunterricht (wir sind eine Ganztagesschule) bei den Kolleginnen verloren haben und dann (zu Recht) unglaublich sauer waren. Auch wurde das System von einigen Kolleginnen, die in meiner Klasse unterrichtet hatten, als Drohsystem missbraucht: "Wenn du nicht..., dann nehme ich dir eine Perle weg."
    Wenn einem etwas weggenommen wird, das man zuvor bekommen hat, stellt sich schnell ein Gefühl von Ungerechtigkeit und Ausgeliefertsein bei den Kindern ein. Einige Kinder haben mit soviel Wut auf dieses Wegnehmen von Perlen reagiert, dass die positiven Wirkungen komplett verpufft sind. Es hat stattdessen Zeit und Energie gekostet, die Kinder wieder zum Mitmachen zu motivieren.
    Seit mehreren Jahren fahre ich jetzt sehr gut mit einem rein positiven System, bei dem sich die Kinder "Perlen" verdienen können. Perlen werden nicht mehr weggenommen, aber es kann eben sein, dass man in einer bestimmten Situation keine Perle bekommt. Das Gute an dieser Vorgehensweise ist, dass man die Kinder zusätzlich individuell stärken kann, für das eine Kind ist 10 Minuten still sitzen "harte Arbeit", für ein anderes sich zu melden, oder niemanden zu provozieren oder jemandem etwas auszuleihen usw.
    Allerdings ist das System etwas aufwendiger, da die Perlen am Ende des Schultages aufgefädelt werden müssen, ich fand es aber gut, in den Schulalltag zu integrieren,
    viele Grüße von Anita

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  13. Liebe Anita. Das mit den Perlen und dem individuellen Ansatz klingt sehr ansprechend.
    Was für Perlen, bzw. Auffädelsystem hast du da benutzt? Und wenn sie ihr "Band" voll hatten, was passierte dann?

    Liebe Grüsse und Danke für deine Antwort
    Sarah

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  14. liebe Sarah,
    ich habe vor Jahren so eine günstige Holzperlenautositzauflage zerschnitten und damit viele helle und einige dunkle Holzperlen erhalten. Die fädeln wir auf dicke Schnüre (z.B. Schnürsenkel) auf, immer 9 helle und als 10. eine dunkle. Im 1. Halbjahr der 1. Klasse immer bis 10 Perlen, im 2. Halbjahr 20 und ab dem ZR 100 fädeln wir insgesamt 100 Perlen auf. (Damit kann dann auch im Sitzkreis gerechnet werden, "Ich habe schon 7 Perlen, jetzt brauche ich noch 3 bis ich 10 habe." oder "Ich habe 4 Perlen und bekomme 2, zusammen sind es 6",..) . Wenn die jeweilige Anzahl erreicht wurde, schütteten wir die Perlen wieder zurück in die Dose und in der Klassentabelle gab es einen Smiley-Stempel, bei 10 oder 5 oder 1 Stempel (das Ziel sind jeweils insgesamt 100 Perlen) gab es ein kleines Geschenk auf der Geschenkkiste. Das hat jeweils durchaus einige Wochen lang gedauert bis die 100 erreicht waren. In diesem Jahr starte ich mit einer neuen 1. Klasse und möchte das System auf nicht materielle "Geschenke" umstellen. Wie ich das genau mache, weiß ich allerdings noch nicht.
    In die Schnüre habe ich unten je eine bunte Perle geknotet, aufgehängt werden sie mittels eines länglichen Plastik-Klickverschlusses, auf denen jeweils der Name des Kindes steht, an einer Hakenleiste.
    Viele Grüße von Anita

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  15. Ich habe im letzten Schuljahr mit kleinen "Lob-Sammler"-Kärtchen gearbeitet, auf denen sich die Schüler insgesamt 7 Stempel verdienen konnten. Die Stempel habe ich hauptsächlich für Fleißarbeiten vergeben, da eine volle Karte gegen eine 1 eingetauscht werden durfte. Bei mir an der Schule arbeiten viele Kolleginnen mit ähnlichen Systemen. Meist hängen die Sammler dann sogar öffentlich im Klassenzimmer aus. Im kommenden Schuljahr möchte ich in meiner Klasse mit einem Belohnungssystem arbeiten, das je Gruppentisch umgesetzt wird. Ich bin aber noch auf der Suche nach einer Möglichkeit, das möglichst leicht umzusetzen. Die Idee oben mit den Wettersymbolen pro Tag oben finde ich nicht schlecht. Oder vielleicht nehme ich auch einfach die Lobsammler weiterhin dafür. Hat da noch jemand Erfahrungen gemacht? Die Idee mit den Perlen finde ich auch sehr schön, allerdings halte ich sie für relativ aufwendig.
    Viele Grüße
    Christiane

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    1. Klassenclown27 September, 2014

      Ich arbeite nun mit einem Gruppentisch-Belohnungsystem. Jeder Tisch hat eine Farbe, entsprechend dieser Farbe hängt an der Tafel eine Sonne. (Zunächst ohne Strahlen) Verhält sich ein Tisch in der Arbeitsphase besonders ruhig, hat schnell aufgeräumt oder anderes positives Verhalten gezeigt, erhält seine Sonne einen Sonnenstrahl. (Natürlich kann bei besonders störendem Verhalten auch ein Strahl "runterfallen", das setze ich jedoch sehr sparsam und nur bei wirklich heftigen Störungen ein). Wenn die Sonne voll ist, dürfen alle Kinder der entsprechenden Tischgruppe ein Los aus einer Box ziehen. Dort stehen bestimmte Privilegien drauf. Diese können super an die Klasse angepasst werden. Bei mir sind es zum großen Teil nicht-materielle Belohnung. (ein Spiel wünschen, den Morgenkreis leiten, das Klassenmaskottchen am Platz haben. ... usw. ...)
      Das funktioniert sehr gut, nicht zuletzt weil die Kinder sich gegenseitig motivieren.

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    2. Tolle Idee!
      Du hast schon einige deiner Privilien-Karten genannt. Könntest du vielleicht alle nennen? Ich habe da nämlich noch kaum Erfahrung, was sie motiviert als Referendar...
      Das wäre lieb :)

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    3. Falls du es noch brauchen kannst: Der Hit bei mir war immer "Du darfst eine Hausaufgabe bestimmen". Haben die Kinder total gerne gemacht und es waren auch wirklich gute und sinnvolle Sachen dabei (Geschichten schreiben, Verben in verschiedene Zeiten setzen, Einmaleinsaufgaben üben...). Ansonsten auch "Du darfst dir beim nächsten Umsetzen deinen Nachbarn aussuchen" , "Du darfst dir einen Dienst aussuchen", "Du darfst dir ein Lied wünschen".

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    4. Und wie viele Strahlen werden gesammelt? Finde die Idee auch sehr gut. Merke nur, dass bei einigen Kindern ein Unmut über die Störenfriede entsteht und sie es als ungerecht empfinden. Aber das muss eben auch trainiert werden, denke ich.. ist eine erste Klasse.

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  16. Hallo,

    bei mir kann man sich für pünktlich und ordentlich gemachte Hausaufgaben einen Hausaufgabengutschein verdienen.
    Pro vollständiger und ordentlicher Hausaufgabe gibt es ein Sternchen (Wichtig! Es muss nicht alles komplett richtig sein, somit haben auch schwächere Schüler die gleichen Chancen).
    5 Sternchen können gegen 1 Stempel im Sammelbüchlein eingetauscht werden.
    10 Stempel = 1 Hausaufgabengutschein.
    Man braucht also 50 Sternchen für einen Gutschein, somit ist es nicht allzu oft, aber es ist ein großer Anreiz.
    Viele Grüße
    Sandra

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  17. Hallo,
    Danke für die vielen Anregungen! Die Idee mit dem Zeit sammeln finde ich super! Das werde ich nächstes Jahr in meiner Klasse auch so machen!
    Ich gebe in diesem Schuljahr jedoch viel Fachunterricht und mir fiel es schwer, mit den verschiedenen Verstärkern jeder Klasse zu arbeiten. Ich habe mir deshalb ein System überlegt, das ich mit mir herumtragen kann und das für die Kinder nur in meinem Unterricht gilt.
    Es handelt sich um ein Lobkärtchensammelheft. Das haben die Kinder jeweils in ihrem Mäppchen und für besonders positives Verhalten in verschiedenen Bereichen (tolle Mitarbeit, ordentliche Heftführung, konstruktive Partnerarbeit, Regeln einhalten... ) bekommen die Kinder ein entsprechendes Lobkärtchen, das ihr vorbildliches Verhalten würdigt (tolle Beispiele dafür gibt es übrigens beim Zaubereinmaleins, ich habe die Lobkärtchen aber auch an die Kinder rangepasst).

    Jedenfalls sind die Kinder jetzt ganz scharf auf diese Lobkärtchen. Sie kleben sie dann in ihr Lobkärtchensammelheft ein und ansonsten gibt es von mir keine Belohnung. Eben "nur" ein tolles Lob. Auf der Rückseite des Heftes steht als Info für die Eltern: "Juhu! Das Sammelheft ist voll. Ihr Kind hat sich in letzter Zeit oft von seiner besten Seite gezeigt. Damit trägt es zu einem guten Klassenklima und einer angenehmen Lernatmosphäre bei. Sie können sehr solz sein!"

    Viele Grüße,
    Lisa

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  18. Hallo,
    in meiner zweiten Klasse arbeite ich mit einem "Leisemessbecher". Es handelt sich dabei um einen Glaszylinder (schmale Blumenvase) auf meinem Pult, den ich mit Murmeln befülle. Für leises Verhalten der Klasse, wird eine Murmel in das Glas getan. Es kann auch eine Murmel herausgenommen werden, wenn es mal zu laut ist. Ist eine bestimmte Füllmenge erreicht, machen wir ein Spiel oder gucken auch mal eine 10-Minuten Folge von Shaun das Schaf. Das klappt wirklich sehr gut und alle Kinder sind sehr motiviert.
    Außerdem stört es mich immer sehr, dass die Kinder laut werden, wenn ich z.B. mal nach einer CD suchen muss, oder wenn Arbeitsblätter verteilt werden. Ich gebe dann ein akustisches Signal (Froschratsche aus Holz) und dann machen die Kinder kleine Körperübungen am Platz. Die Übungen kennen die Kinder und werden an anderer Stelle besprochen. Das ist auch total gut. Sie quatschen nicht und konzentrieren sich kurz auf sich selbst.
    LG Kristina

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  19. Hallo, ich habe gerade erst diese tolle Seite entdeckt und gleich mal das Smiley Belohnungssystem in meiner Klasse umgesetzt. Allerdings habe ich eine Frage: Wenn jedes Kind sich montags fünf neue Smileys nimmt und von der Vorwoche z.B. noch zwei Smileys hat, hat es ja schon am Anfang der Woche sieben Smileys. Dann hätte das Kind ja ziemlich schnell zehnSmileys zusammen. Oder habe ich da einen Denkfehler? Wie macht ihr das? LG Miriam

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    1. Naja, um 3 weitere Smileys zu bekommen, muss es ja dann wieder warten bis zur nächsten Woche.

      Ich mache das jetzt allerdings eh anders. Die Kinder bekommen nicht mehr automatisch 5 Smileys, sondern sie müssen über eine Art Team-Pinboard verdient werden. Pro Tag kann für positives Verhalten ein Smiley verdient werden.

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  20. Ich arbeite mit dem Steinchensystem. Jedes Kind hat 3 Steine, funktioniert etwas nicht, muss es ein Stein abgeben, kann es sich aber durch gutes arbeiten wieder verdienen, bei 3 Steinen am Ende des Tages gibt es einen Strich auf der Sternchenliste, wer 10 Striche voll hat, darf sich was aus der Belohnungskiste oder einen Hausaufgabengutschein holen. Hat ein Kind keinen Stein mehr gibt es einen Eintrag ins Hausaufgabenheft.

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  21. Hallöchen...
    Ich fand das Wegnehmen immer blöd. Also hab ich ne Wäscheleine mit Namenskärtchen aufgehängt und jeder kann sich durch gutes Verhalten Wäscheklammern verdienen. Bei 5 Klammern gibt es ein Sternchen in mein Buch. Bei 3 Sternchen darf in die Schatzkiste grgriffen werden. Gutes Verhalten ist auch Aufräumen, helfen, leise sein, wenn es drauf ankommt, usw. Da es sehr individuell ist, guckt auch keiner, wer wie viele Klammern hat. Manchmal kündige ich ne Klammerrunde an und dann ist es mucksnäuschenleise...

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  22. Ich arbeite auch mit "Wegnehmen", wie es hier genannt wird. Denn genau genommen ist es ja gar kein richtiges Wegnehmen, weil die Kinder am Anfang ja alle etwas bekommen und man so grundsätzlich vom Positiven ausgeht. Und Kinder, die alles "verloren" haben, werden am Ende nicht bestraft, sondern bekommen nur nicht die Vorzüge, die Kinder mit gutem Verhalten bekommen. Den gleichen Effekt hat man, wenn man für gutes Verhalten belohnt. Das habe ich auch schon ausprobiert, aber ich finde es sehr zeitaufwendig und schwer objektiv einzuschätzen. Außerdem sollte man gutes bzw. normales Verhalten voraussetzen und nicht als etwas besonderes Hervorheben. Und für die Kinder ist es auch nicht wirklich vorhersehbar, wann sie belohnt/ nicht belohnt werden. Insbesondere die Kinder, die immer wieder stören, brauchen direkte Konsequenzen auf ihr Verhalten.
    In meinem "Wegnehm"-System habe ich versucht die Klassenregeln ganz konkret mit einzubeziehen, damit die Kinder immer reflektieren, was sie nicht richtig gemacht haben:
    Die Klassenregeln hängen bei mir im Fotovorhang auf Höhe der Kinder. Jedes Kind bekommt zu Beginn des Tages 3 Wäscheklammern an einem laminierten Papierstreifen. Missachten sie eine Klassenregel, müssen sie eine Klammer an die jeweilige Regel klemmen. Die Anzahl der Klammern am Ende des Tages entscheiden dann darüber, wie viele Felder die Kinder auf unserer Rennbahn vorrücken dürfen. Am Ziel gibt es eine kleine Belohnung (Sticker).
    Allerdings fand ich den Tipp mit den Zeitpunkten auch total klasse, und denke darüber nach, die Belohnung in so etwas zu ändern. 5 Klammern für die ganze Woche wäre auch eine Überlegung...
    Danke für die tollen Anregungen :)

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  23. Bei mir ist nicht jedes Kind Teil eines Belohnungssystems. Nur bestimmte Kinder bekommen 3 Muggelsteine. Welche Kinder das sind, stellt sich im Laufe des Schuljahres (1. Klasse) erst heraus. Die Kinder, die es betrifft, wissen auch ganz genau, warum genau sie die Steine bekommen. Bei Fehlverhalten kommt ein Stein weg. Bei gutem Verhalten/Helfen/Freundlich sein, bekommen sie wieder einen Stein zurück. So wird gutes Verhalten direkt belohnt und von mir als Lehrerin anerkannt. Das freut die Kinder besonders. Ich denke die sofortige positive Rückmeldung ist das Wichtigste. Am Ende des Tages lobe ich, wenn ein Kind noch alle 3 (bei manchen 2 oder sogar immerhin noch 1 Stein) haben. Am nächsten Tag füllen die Kinder selbstständig ihre Steine am Platz wieder auf. Merke ich, dass ein Kind so gut wie keinen Stein mehr verliert, kommen die Steine wieder ganz weg. Da ist das Kind dann besonders stolz.
    Wenn alle 3 Steine weg sind, dann darf das Kind übrigens einmal nicht in die Pause raus und ich schreib es ins Hausiheft. Mit Unterschrift.
    Das klappt wirklich sehr gut. Ich finde es nicht sinnvoll, jedes Kind ständig zu belohnen, z.b. jeden Tag ein Gummibärchen (Zahngesundheit, Thema 1. Klasse) zu geben o.ä. Die Schüler freuen sich doch schon total über ein verbales Lob. Gleich nach dem gezeigten Verhalten. "Toll, du hast daran gedacht den Stuhl reinzuschieben." "Schön, dass du ... etwas abgegeben hast." usw.
    Ich fahre damit sehr gut und wie gesagt, alle Kinder wissen, welche Kinder oft Fehlverhalten zeigen. Da die Klasse merkt, dass ich positives Verhalten dieser Kinder lobe, weisen sie mich auch auf dieses hin und freuen sich, wenn ich sie auch dafür lobe. "...hat mit mir geteilt! Er bekommt wieder einen Stein, stimmt's?" (Das Lob eines Mitschülers ist noch größer als das der Lehrkraft :-) )

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  24. Danke euch für all die vielen Anregungen. Nachdem meine 5. Klasse letztes Jahr völlig neben der Spur war und auf kein System angesprungen ist, habe ich nun die Sommerferien genutzt und mir in aller Ruhe nochmal Gedanken über ein Belohnungssystem gemacht. Ab sofort gibt es für die kids eine Lob-Sammelkarte, auf der sie 10 Stempel sammeln können. An der Tafel hängt eine Smiley-Ampel (grün, gelb, rot) a mit allen Namensschildern. Alle Kinder starten jede Stunde auf grün. Wer am Ende auf grün steht, bekommt einen Stempel. Weitere Stempel gibt es für einen hervorragend erledigten Klassendienst (meine Entziehen sich immer gerne der lästigen Pflicht. Tafel wischen ...iiiih) oder eine Besondere Leistung für die Klassengemeinschaft.
    Die gesammelten Punkte können dann gestaffelt eingelöst werden. (10P= 10 min Lehrer sein/ HA aussuchen für alle/Aufwärmspiel in Sport wünschen // 30P = zusätzlicher HA-Gutschein // 200P (gesamte Klasse)= 45 min auf den Spielplatz od. 45 min Film schauen // 500P (ges. Kl.) Ausflug)
    Somit ist da auch ein Anreiz für die Klassengemeinschaft. Bei 200 und 500P muss jeder Schüler mindestens 10P beisteuern.
    Außerdem sind meine Kinder Schnarchnasen zum Beginn der Stunde. Da vergehen gut 5 Minuten, bis alle ihren Tisch arbeitsbereit gerichtet haben. Dies werde ich ab sofort mit einer Stoppuhr mit Countdownfunktion versuchen zu regeln. Startzeit sind immer 5 Minuten, diese starten sobald ich an der Tafel zum Pult laufe. Die Restzeit auf der Uhr werden notiert und so kann sich die Klasse zusätzliche Zeit z.Bsp. zu den 200P sammeln. Ich erhoffe mir, dass alle schnell zu ihrem Platz gehen und alles so richten, dass losgearbeitet werden kann.

    All diese Überlegungen stammen aus unzähligen Ideen von EUCH da oben :-) Danke dafür!

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  25. Liebe Kerstin,
    danke für deine tolle Seite hier und auch all den anderen für die vielen Anregungen.Was Belohnungssysteme betrifft, bin ich auch jedes Jahr auf's neue auf der Suche �� Womit ich bei deinen Smileys allerdings echt ein Problem habe: bei meinen 24 Schülern würde das bedeuten, jede Woche auf's neue 120 Smileys bereit zu stellen (sollten mal alle alle behalten haben)...das finde ich schon aufwendig!

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  26. Was haltet Ihr von folgendem Ansatz (1. und 2. Klasse): Jedes Kind hat einen Namenssticker, die an der Wand hängen. Zu Wochenbeginn hängen alle Namen in einer Wolke. Bei Auffälligkeiten rutschen die Kinder aus dem Himmel hinaus und stufenweise tiefer. Schlimmstenfalls landen sie auf dem Boden (auch tiefer wäre natürlich denkbar). Die Kinder haben den ganzen Tag den Blick auf Ihre Namen und die ihrer Klassenkameraden. Das sorgt für Transparenz und jeder sieht, "wer tiefer gerutscht ist", was die Kinder anspornt, sich regelkonform zu verhalten, um den Status zu halten bzw. wieder aufzusteigen. Auf Bodenniveau droht eine "Verwarnung", die bisher ausgesprochen werden musste...

    Ab der dritten Klasse: Wer die Hausaufgaben nicht macht, nicht mitarbeitet oder gar stört erhält einen schwarzen Zahn. Bei zehn schwarzen Zähnen müssen die Kinder eine Stunde nachsitzen. Die Kinder können durch besondere Leistung die "Zähne putzen". Der Horror ist ein schwarzes Gebiss. Auch hier ist der Status für jedes Kind an der Wand einsehbar. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Kinder mit schwarzen Zähnen"makelbehaftet" fühlen, hier wird schon auch mal gespottet. Das treibt an, die Sache wieder gut zu machen - Lernen durch Appetenz und Aversion.

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  27. Ich habe das mit der Extrazeit toll gefunden. Ein bisschen abgewandelt handhabe ich es im Fachunterricht. Zu Beginn schreibe ich z.B. Spielezeit (bei ner Doppelstunde) und bei ner Einzelstunde nur Spiel oder spielen an und pro Störung (nicht melden, Quatsch machen, mit Nachbar plaudern, rennen) wird ein Buchstabe kommentarlos weggewischt. So viele Buchstaben wie am Ende der Stunde noch stehen, so viele Minuten machen wir noch ein kleines Spiel. Danke für eure Anregungen :)

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