Dienstag, 31. März 2015

Leseförderung: Ferienlektüre

An unserer Schule lesen die Kinder in den Ferien ein Ferienbuch. In den Herbstferien hatte ich 5 Bücher zur Auswahl gestellt, was trotz Wahlmöglichkeit nicht bei allen Kindern gut ankam. Seit dem lasse ich den Kindern komplett freie Wahl, welches Buch sie gerne lesen möchten. Damit ich auch ein bisschen überprüfen kann, ob die Kinder das Buch tatsächlich gelesen haben, gibt es zu jeder Lektüre eine konkrete Aufgabe, die für alle Bücher passt.


Guckloch:
In den Herbstferien erstellten die Kinder ein Guckloch zu ihrem Buch (oben rechts). Das Guckloch ermöglicht einen kleinen Einblick ins Buch. Neben Titel und Autor können die Kinder ein paar Sätze zum Inhalt schreiben. Außerdem gestalten sie ein aussagekräftiges Bild, das hinter das Guckloch gemalt oder geklebt wird.

Buchpräsentationen:
In den Weihnachtsferien gestaltete jedes Kind ein Plakat zu seiner Lektüre und präsentierte es in der Schule den anderen Kindern. Im Vorfeld schauten wir uns dazu ein tolles Video an und die Kinder notierten sich wichtige Kriterien für ihre Buchpräsentation. Für den Vortrag schrieben sich die Kinder kleine Moderationskarten. Das hat echt erstaunlich gut funktioniert.

Schaufenster:
In den Winterferien bastelten die Kinder ein Schaufenster zu ihrem Ferienbuch (oben links). Das Schaufenster ist ähnlich wie das Guckloch. Die Kinder notieren Titel und Autor und fassen in ein paar Sätzen zusammen, um was es in dem Buch geht. Außerdem notieren sie den ersten und letzten Satz des Buches und schmücken ihr Schaufenster mit passenden Bildern aus dem Buch.

Drehbücherei:
Jetzt in den Osterferien dürfen die Kinder eine Drehbücherei basteln (unten). In der Drehscheibe notieren die Kinder Informationen zum Buch (Titel, Autor, Verlag) und zu den Figuren, Orten und Themen. Zum Schluss können die Kinder eine Bewertung abgeben und diese begründen.

Die Kinder freuen sich immer total auf die Aufgaben zum Ferienbuch und gehen so viel motivierter an die Sache. Außerdem ist es für mich mit sehr wenig Aufwand verbunden. Die Ideen habe ich alle vom Bildungsserver Berlin Brandenburg, wo man sich alle Materialien mit Anleitung runterladen kann:
Guckloch, Schaufenster, Drehbücherei

Für die Pfingstferien muss ich mir noch etwas überlegen. Ich denke aber es wird der Ferienbuchflyer.

Habt ihr weitere Ideen für die Ferienlektüre?

Kommentare:

  1. Vielen Dank für die tollen Ideen:-)

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  2. Tolle Ideen :-) Denkbar wäre vielleicht auch eine Lesekiste oder Leserolle, vielleicht auch einen Brief an den Autor schreiben lassen....
    Lg
    *pünktchen*

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    1. Vielen Dank für deine Ideen!

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    2. Leserolle habe ich auch schon gemacht, ist auch echt toll und macht den Kids Spaß! Aber ist in meinen Augen eher für ne umfangreichere Arbeit gedacht, also z. B. für eine Klassenlektüre. :)
      VIelen Dank für die tollen Anregungen!!! Den Link zum Bildungsserver BErlin konnte ich auch gut gebrauchen, da gibt es ja auch schönes Material! :)
      Also danke!
      LG Anne

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  3. Wow, die Ideen sind wirklich super und total motivierend.
    Danke sehr und lieben Gruß,
    Laura.

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    1. Gerne und liebe Grüße zurück.

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  4. Liebe Kerstin,

    das ist ein super link-Tipp!!! Vielen Dank!
    Ich finde es sehr gut, so konsequent in ALLEN Ferien eine Lektüre aufzugeben. Selbst war ich da nicht so konsequent... Dein Beitrag hat mich dahingehend aber wieder verstärkt.
    Meine Klassen haben immer eine Banklektüre unter dem Tisch, die von jedem selbst ausgewählt werden kann - von daheim mitgebracht oder aus der Klassenbibliothek. Und ein Lektüreheft, ein einfaches DIN A5, mit durchsichtigem Umschlag und selbst gestaltetem DIN A4 Blatt quer dahinter, dahinein jeder in freiwilligem Umfang schreibend oder malend zu jeder seiner Lektüren einen Eintrag gestaltet. Zeit zum Lesen und zum Gestalten der Einträge ist in der Vorviertelstd., wenn man fertig ist mit seiner Arbeit, nach Beenden der Probe solange noch Probenzeit ist, und extra Lektürezeit. Wer möchte, darf in einem Morgenkreis seinen Eintrag/Buch vorstellen (kurz, nicht als Referat) oder im Wochenabschlusskreis am Freitag. Da fragen dann auch oft Mitschüler, ob sie sich das Buch ausleihen dürfen.

    Um auf deine Frage zurück zu kommen ;-) : ich habe mal in einer Schule "Leseschachteln" gesehen, da wurden Gegenstände, die im Buch vorkommen, und Bilder, auch selbstgebastelte Figuren aus einem Buch drin gesammelt. Das könnte ich mir als Ferien-HA auch gut vorstellen.

    Danke für deine Anregungen!
    Viele Grüße Kerstin

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    1. Auch eine tolle Idee. Danke dafür.

      Meine haben auch "Bankbücher". Sehr praktisch für Proben, wenn die Kinder schon fertig sind.

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  5. Wir haben auch schon einmal Lesekisten gemacht. Die Schüler waren mit sehr großem Eifer dabei!!!

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  6. Das sind ja tolle ideen kerstin! Mich würde noch interessieren, ob und wie die Kinder ihre gucklöcher usw. präsentieren. Oder lässt du sie extra noch ein referat zu einer buchvorstellung machen? Lg Lena

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    1. Ein Refereat haben sie nur zu den Buchpräsentationen gemacht. Das hat ziemlich lange gedauert, deshalb mache ich das nicht jedes Mal. Die Gucklöcher und die Schaufenster haben wir in einer Art Museumsspaziergang betrachtet und danach hat jeder ganz kurz was zu seinem Buch gesagt. Das war in einer Stunde erledigt. Anschließend habe ich die Ergebnisse an einer Pinnwand ausgehängt.

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  7. Liebe Kerstin,
    vielen Dank für die tollen Ideen zur Leseförderung und für den Link zu den Videos. Liebe Grüße und weiterhin schöne Osterferien! Margit

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    1. Danke, das wünsche ich dir auch!

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  8. Vielen Dank für die tollen Beispiele!
    Ich habe mit meiner Klasse zur letzten gemeinsamen Lektüre ein ganzes Lesetagebuch gemacht, das kam auch sehr gut bei den Kindern an!
    Liebe Grüße,
    Natascha

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  9. Das alles sind tolle Ideen!
    Was spricht gegen einen "sticknormlen" Steckbrief?
    Mit all ihren Erfahrungen im Hinterkopf, können die Schüler dann die (ihnen wichtig erscheinenden) Stichpunkte auch selber festlegen und formulieren. Das müssen sie ja später bei einer eigenen Präsentation auch schaffen.
    Für die Falt- und Bastelfreunde könnte es als "Zusatz" noch optional ein einfaches Faltquadrama geben.
    http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/lesen_quadrama.html

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  10. Tolle Links und Ideen! Dankeschön!
    Als eine zusätzliche Idee vielleicht (auch wenn es nicht in den Ferien geschieht): Ich habe in meiner Klasse das "Buch der Woche" eingeführt. Jeden Freitag stellt ein anderes Kind kurz ein Buch vor, liest den geübten Text vor und bekommt dann von den Mitschülern ein Feedback hinsichtlich des Inhalts (lustig, spannend, interessant ..) und des Vortrags (laut und deutlich, flüssig, betont, variativ...). Hat sich absolut bewährt und ich finde es vor allem sehr spannend zu sehen wie ehrlich die Zuhörer rückmelden können.
    Unterstützt wird das immer noch von der lieben Ikea-Eule (unserem Uhu-Schuhu), den das Lesekind der Woche immer noch als Lesebegleiter mitnehmen darf. Meine Schüler lieben dieses wöchentliche Ritual und sind mit Feuereifer dabei. :)

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  11. Liebe Kerstin,
    bitte jetzt nicht falsch verstehen: Ich finde deine Ideen toll, aber als Mutter und Lehrerin bin ich immer hin und hergerissen. Als Lehrerin bin ich froh über jedes gelesene Buch (meine machen Antolin ganz gerne) Als Mutter bin ich froh, in den Ferien einfach mal "5 grade sein zu lassen" . Der Junior ist auch froh einfach mal in den Tag hinein zu leben und die Zeit zu genießen und nix für Schule machen zu müssen. Die Ferien sind auch so mit Terminen gefüllt. Oft fahren wir in Urlaub und wenn dann dieses MUSS im Nacken sitzt... ich weiß nicht.
    Wie gesagt, bitte nicht falsch verstehen - aber auch die andere Seite wahrnehmen.
    Liebe Grüße
    birdy

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    1. Die Ferienbücher sind bei uns Teil des Schulkonzepts und gehören einfach dazu. Wann sollen die Kinder Bücher lesen, wenn nicht in den Ferien? In der Schulzeit ist genug zu tun mit lernen, Proben schreiben und sonstigem Freizeitstress, dass auch da kaum Zeit dafür ist. Ich halte auch nichts von vielen Ferienhausaufgaben und verstehe auch die Seite der Eltern, aber Buch lesen ist es Aufgabe der Kinder und nicht der Eltern.

      Man merkt außerdem deutlich, dass die Kinder seit der 1. Klasse Ferienbücher lesen. Also von nichts kommt nichts :)

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    2. Aber das Erledigen dieser sicherlich auch für die Kinder schönen, spannenden Aufgabe ist doch freiwillig, oder nicht?
      Vielleicht schafft es ein Kind in den Osterferien, ein anderes in den Pfingstferien und ein drittes Kind über die beiden Ferien verteilt.

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    3. Nein, es ist nicht freiwillig. Die Kinder lesen in jeden Ferien ein Buch.

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    4. Ich finde das auch nicht so schlimm, muss ich sagen. Klar, in kurzen Ferien ist es vielleicht etwas stressiger, gerade wenn man in Urlaub fährt, aber z. B. in 2wöchigen Ferien wird es ja möglich sein, irgendwann mal ein Buch zu lesen. :)
      Gab es denn mal Eltern, die "gemeckert" haben?? Und wie reagieren die Kinder? Finden die die Aufgabe toll oder eher "nervig"?
      LG Ulla

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    5. Ich dachte ähnlich wie du, birdy, alles super Idden, aber in jeden Ferien dieses Muss. Bei uns würde das nicht funktionieren, weil die Eltern protestieren würden. Und ich als Mutter könnte das sehr nachvollziehen. In jedem Ferien find ich viel zu viel. Aber gut, es ist nicht mein Schulkonzept, nur meine Meinung. Meine Frage an dich, Kerstin, wäre, ob die Kinder diese Aufgabe also Guckloch etc. auch in den Ferien gestalten oder in der Woche nach den Ferien dafür Zeit in der Schule erhalten?
      Nichts für ungut zu meinem oberen Einspruch bzw. meiner Sichtweise.
      Liebe Grüße cubi

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    6. Nein, bis jetzt hat sich noch keiner beschwert. Es ist auch seit der 1. Klasse schon so. Wie gesagt, die Kinder freuen sich auf die Aufgaben und sind nach den Ferien stolz es zu präsentieren.

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    7. Kein Problem Cubanita, jeder darf hier seine Meinung äußern und jeder kann es so machen, wie er es für richtig hält :)

      Die Kinder gestalten die Aufgaben zum Buch in den Ferien.

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    8. Hallo liebe Kerstin,
      auch ich bin Mutter & Lehrerin und kann die Gedanken von birdy gut verstehen. Natürlich weiß ich selbst, dass regelmäßiges Lesen wichtig ist und das Lesen eines Buches als Ferienhausaufgabe kann ich auch einerseits gut nachvollziehen. Schließlich macht es ja eine Menge Spaß, wenn man in ein schönes / spannendes / lustiges / ... Buch abtauchen kann. Ich verstehe auch, dass man als Lehrerin gern sicher gehen möchte, dass die Schüler auch tatsächlich gelesen haben. Inwiefern das Guckloch oder die Drehscheibe tatsächlich darüber Auskunft geben, ob das Kind das Buch wirklich gelesen hat, wage ich zu bezweifeln. Da werden ja in erster Linie Basisinformationen "abgefragt", die man auch aus dem Buch (Klappentext / Cover) herausfiltern kann, ohne das Buch gelesen haben zu müssen. Vom Aufwand her betrachtet, finde ich deine vorgestellten Ideen vertretbar. Bei Lesekisten und -rollen finde ich den Zeitaufwand hingegen schon beträchtlich, wenn man etwas Ansprechendes ausarbeiten und gestalten möchte. Das finde ich für Leseprojekte außerhalb der Ferienzeit besser geeignet.
      Aber eigentlich bin ich der Überzeugung, dass man in den Ferien dringend die Seele baumeln lassen sollte und lieber mit Freude, am besten aus freien Stücken in einem Buch schmökern sollte. Wenn man "kontrollieren" möchte, ob die Kinder ein Buch gelesen haben, könnte man es vielleicht zur Aufgabe machen, dass sie dazu das entsprechende Antolin-Quiz machen - vorausgesetzt es gibt dazu eines ...
      Insgesamt habe ich einfach ein wenig Bauchschmerzen mit Ferienhausaufgaben, denn ganz egal ob man verreist ist, zu Hause eine gemütliche Zeit verbringt oder aber sich verschiedenste Unternehmungen vornimmt, sollten Schule und Hausaufgaben in dieser Zeit keine Rolle spielen!!! Abschalten, ausruhen, den Kopf mit anderen Dingen beschäftigen! Dann starten auch Kinder nach den Ferien wieder mit Energie aufgetankt und gut erholt in den "Schulalltag" und vielleicht kommt das Lesen eines Buches dabei aus eigenem Interesse dabei ganz von alleine - hoffentlich ... ;-)

      Liebe Grüße Corinna

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  12. Hallo meine Lieben,
    irgendwie bin ich jetzt seltsam berührt. Einen Tag OHNE Lesen kann ich mir gar nicht vorstellen. Schon meine Eltern und Großeltern haben viel gelesen und so habe ich es, zuerst unbewusst, auch wie sie gemacht.
    Auch meine Kinder lesen den ganzen Tag, der eine ein bisschen mehr, der andere ein bisschen weniger. Lest ihr alle denn nicht, wenn ihr Zeit habt und diese vorzugsweise in den Ferien? Macht es euch keinen Spaß zu Lesen, sodass ihr es als MUSS empfindet? Ich lese auch gemeinsam mit meinen Kindern daheim und in der Schule. Man kann ja den Anspruch eines Buches differenzieren, dann kommt auch jeder mit. Viele Kinder sagen mir nach einiger Zeit, dass ihnen das Lesen nun Spaß macht. Nur alleine Lesen gefällt ihnen noch nicht. Aber das ist doch schon ein Anfang. Gerade als Mutter habe ich doch viel mehr Möglichkeiten als bei meinen Schülern. Seltsam...
    Lg
    Andrea

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    1. Also, das was ich mit MUSS meinte, war nicht das Lesen generell, sondern das Herstellen, Anfertigen des Gucklochs, der Drehscheibe.... Die Ideen sind toll, keine Frage und ich mache so etwas immer im Rahmen der Klassenlektüre. Aber in den Ferien habe ich persönlich damit ein bisschen Bauchweh. Aber da es bei Kerstin zum Konzept gehört und für Kinder und Eltern in Ordnung ist, ist das doch prima ;-))

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  13. Hallo Kerstin,

    herzlichen Dank für deine tollen Ideen.

    Ich schlage "Die wichtigen Fünf" vor. Dort schreibt man neben den "normalen Informationen" (Titel, Autor etc.) zu dem Buch 5 Gegenstände auf, die in dem Buch eine besondere Rolle spielen. Das ist aus meiner Sicht ein ganz besonderer Zugang zu einem Buch, der neugierig macht.

    Ansonsten schlage ich noch Lesetüten vor, die billiger sind als Leserollen, da man nur weiße Papiertüten benötigt.

    Ich kann mir auch vorstellen, eine Kartei zu erstellen. Du kaufst dazu Karteikarten in verschiedenen Farben (z.B. blau für Tierbücher, rot für lustige Bücher ...). Die Kinder schreiben einen kurzen Steckbrief auf die Karteikarte.

    Viele Grüße
    Gaby

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    1. Tolle Ideen. Vielen Dank dafür.

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  14. Oh danke für deinen Tipp! So eine grandiose Leseförderung muss ich auch in meiner Klasse starten.
    Von http://www.sofatutor.com/lehrer höre ich erstmalig, klingt aber super.

    Ist das seriös?
    Ist das wirklich 100% kostenfrei?

    VG und schöne Ferien

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  15. Liebe Kerstin,

    HAB GANZ HERZLICHEN DANK FÜR DIESE TOLLEN "LESEFÖRDERUNSIDEEN"!!!! Ich werde daraus eine Mappe für Buchpräsentationen gestalten, so dass die Kinder meiner Familienklasse selbst entscheiden können auf welche Art und weise sie präsentieren ......
    liebe Grüße
    Andrea aus dem Schwarzwald!!!!!!

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