Sonntag, 12. Juni 2016

Stop-Motion Legetrickfilme

In unserer diesjährigen Projektwoche zum Thema "Technik" drehte ich mit meiner Klasse Stop-Motion Legetrickfilme mit Digitalkameras. Nachfolgend möchte ich euch kurz mein Vorgehen schildern.


1) Die Entstehung des Films
Zu Beginn der Sequenz beschäftigten wir uns mit der Entstehung des Films und dem Fotografen Eadweard Muybridge, der Fotografien erstmals zu bewegten Bildern werden ließ. Um die Technik dahinter besser zu verstehen, erstellten die Kinder anschließend ein Daumenkino. Einige Kinder malten selbst eine Bildfolge, schwächere Kinder bekamen eine Vorlage vom Zaubereinmaleins (KLICK).


2) Wie entsteht ein Legetrickfilm?
Anschließend schauten wir uns einen kurzen Film zur Entstehung eines Stop-Motion Legetrickfilms (KLICK) und einige Beispielfilme an.

3) Filmidee und Drehbuch
Nun ging es in Kleingruppen von ca. 5 Kindern auch schon an die Filmidee und das Schreiben eines Drehbuchs. Die Kinder überlegten sich eine Geschichte, schrieben auf, was sie zur Herstellung der Kulissen und Figuren alles benötigten und woher sie sich ihr Material beschaffen könnten.

4) Kulissenbau
Dann ging es an das Malen und Basteln der Kulissen und Figuren und alles was die Kinder noch so für ihre Trickfilme benötigten. Als Hintergrund verwendeten wir weißes Din A2 Papier.

5) Filmdreh
Als die Kinder alles fertig erstellt hatten, ging es an den Filmdreh. Dafür brachte jede Gruppe mindestens eine Digitalkamera (mit Ersatzakku!) mit, die wir mit kleinen Ministativen und Klebeband an den Tischen befestigten. Die Kamera zeigte dabei auf den Hintergrund, der am Boden festgeklebt war. Nun wurden die Figuren nach und nach stückweise auf dem Hintergrund bewegt und nach jeder kleinen Bewegung fotografiert. Wichtig dabei ist, dass weder Kamera noch Hintergrund bewegt werden, damit der Trickfilm anschließend nicht wackelt. Auch auf Schatten muss geachtet werden. Pro Gruppe werden mindestens 300 bis 500 Fotos benötigt, die anschließend mit einem Programm (z.B. iMovie) zu einem Film zusammengefügt und mit Geräuschen und Musik hinterlegt werden.

Und fertig sind die Trickfilme.

video

Kommentare:

  1. <Das hört sich soooooooo cool an! Kannst du nochmal kurz die Anzahl der benötigten Stunden durchzählen? Projektwochen sind ja doch immer unterschiedlich konzipiert...
    Vielen Dank im Voraus,
    Katha

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    1. Man benötigt so zwischen 15 und 20 Stunden.

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    2. Hallo Kerstin,
      ich hatte auch gerade Projekttage an unserer Schule. Wir haben auch mehrere kleine Trickfilme gedreht. Da ich eine Gruppe von 17 Kindern (darunter 13 aus Klasse 1 und 2) hatte, haben wir nur ganz kleine Filmchen drehen können.
      Meine Kinder in der Dritten sind schon richtige Trickfilmprofis. Wir haben als letztes Projekt (2 Wochen parallel zum normalen Unterricht) einzelne Arien der Zauberflöte gestaltet.

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